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Mój oder swój? – Unterschied zwischen den Possessivpronomen im Polnischen

Wann verwendet man im Polnischen mój, twój oder das reflexive Possessivpronomen swój? Lerne die wichtigste Regel mit vielen Beispielen.

Veröffentlicht am 30. Juni 20263 Min. LesezeitPossessivpronomen, Polnische Grammatik, swój
Butelka wina i kieliszki – nawiązanie do piosenki Sidneya Polaka Otwieram wino

Unterschied zwischen den Possessivpronomen mój und dem reflexiven Possessivpronomen swój

Sidney Polak singt in einem seiner Lieder:

„Otwieram wino ze swoją dziewczyną.“

Wörtlich übersetzt:

„Ich öffne den Wein mit meiner Freundin.“

Moment mal – „meine Freundin“ heißt auf Polnisch doch moja dziewczyna, oder?

Mit wem hat er also den Wein geöffnet? Oder genauer: Mit wessen Freundin?

Keine Sorge – er hat den Wein mit seiner eigenen Freundin getrunken.

„Pił wino ze swoją dziewczyną.“

Warum wieder swoją?

„Seine Freundin“ heißt auf Polnisch doch jego dziewczyna, oder?

Ja – aber nicht immer.

Wann verwendet man swój?

Im Polnischen verwendet man normalerweise swój (und seine deklinierten Formen: swoja, swojego, swojej, swojemu usw.), wenn die Person, der etwas „gehört“, gleichzeitig das Subjekt des Satzes ist.

Zur Erinnerung:

Das Subjekt ist die Person oder Sache, die die Handlung ausführt.

In unserem Beispiel:

  • Subjekt → der Sänger, der den Wein öffnet
  • Bezugsperson → ebenfalls der Sänger

(„Besitzer“ ist hier natürlich nur grammatisch gemeint – eine Freundin ist kein Besitz.)

Deshalb verwenden wir:

ze swoją dziewczyną

und nicht:

z moją / jego / twoją dziewczyną

Beispiele mit swój

Wenn Subjekt und Bezugsperson identisch sind:

PolnischDeutsch
Długo nie widziałem swojej dziewczyny.Ich habe meine Freundin lange nicht gesehen.
Długo nie widziałam swojego chłopaka.Ich habe meinen Freund lange nicht gesehen.
Dałem prezent swojej dziewczynie.Ich habe meiner Freundin ein Geschenk gegeben.
Dałam prezent swojemu chłopakowi.Ich habe meinem Freund ein Geschenk gegeben.
Bardzo kocham swoją dziewczynę.Ich liebe meine Freundin sehr.
Bardzo kocham swojego chłopaka.Ich liebe meinen Freund sehr.
Otwieram wino ze swoją dziewczyną.Ich öffne Wein mit meiner Freundin.
Cały dzień myślę o swojej dziewczynie.Ich denke den ganzen Tag an meine Freundin.

In vielen solchen Kontexten ist auch mój möglich.

Swój gilt jedoch als die neutralere und standardsprachlich bevorzugte Form.

Swój funktioniert in allen Personen

Das Subjekt muss nicht in der 1. Person stehen.

2. Person

Kiedy idziesz ze swoją dziewczyną do kina?

(Wann gehst du mit deiner Freundin ins Kino?)

ty idziesz + twoja dziewczyna → Subjekt = Bezugsperson

3. Person

Adam jutro posprząta swój pokój.

(Adam wird morgen sein Zimmer aufräumen.)

Adam posprząta + pokój Adama → Subjekt = Bezugsperson

Wann verwendet man mój / twój / jego / jej?

Wenn Subjekt und Bezugsperson nicht identisch sind, verwendet man die normalen Possessivpronomen.

Stellen wir uns folgende Situation vor:

Jemand öffnet Wein mit der Freundin seines Nachbarn und singt:

„Otwieram wino z jego dziewczyną.“

Jetzt haben wir:

  • Subjekt → der Sänger
  • Bezugsperson → der Nachbar

Deshalb verwenden wir:

jego, nicht swój

Beispiel:

Długo nie widziałem jego dziewczyny.

Und noch einmal mit Adam:

Mama Adama jutro posprząta jego pokój.

(Adams Mutter wird morgen sein Zimmer aufräumen.)

→ mama posprząta → pokój Adama

Subjekt ≠ Bezugsperson

Zusammenfassung

Merke dir diese einfache Regel:

  • swój → bezieht sich auf das Subjekt des Satzes („eigen“)
  • mój / twój / jego / jej / nasz / wasz … → beziehen sich auf eine andere Person als das Subjekt oder dienen der besonderen Hervorhebung

Wichtig: Die polnischen Possessivpronomen „mój“, „twój“, „swój“ usw. müssen an Genus, Numerus und Kasus des folgenden Substantivs angepasst werden.

Die polnischen Possessivpronomen „jego“, „jej“, „pana“, „pani“ und „państwa“ werden dagegen nicht dekliniert – ihre Form bleibt immer unverändert.

Agnieszka Sikora

Agnieszka Sikora

Hallo! Ich bin Polnischlehrerin und Muttersprachlerin. Ich helfe Ihnen, sicher und fließend Polnisch zu sprechen – ich lehre praktische Kommunikation, erkläre Grammatik klar und sorge für die systematische Festigung des Wortschatzes. Was macht meinen Unterricht sonst noch so effektiv?

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